Die Evang. Kirche wird mehrfach bereits im 15. Jahrhundert erwähnt. Schollbrunn gehörte zur Kirchengemeinde Neckargerach und besaß keine eigene Pfarrei. Wann die Kirche geweiht wurde, konnte nicht ermittelt werden. Ihr Grundstein soll aber aus dem Jahr 1367 stammen.
Da es sich wahrscheinlich um eine ehemalige Chorturmkirche handelte, fehlte zunächst das Kirchenschiff. Das Bauwerk wurde 1475 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit bestand eine befestigte gotische Kirche mit einem Chorraum und einem kleinen Kirchenschiff. Der Turm besitzt ein reich mit Fresken ausgeschmücktes kreuzgewölbtes Erdgeschoss. Ein Kirchenschiff, das möglicherweise aus Fachwerk bestand, wurde angebaut, aber später wieder abgerissen. 1736 wurde das Schiff in der heutigen Form erbaut.
Die Fresken wurden durch Restaurator Feuerstein aus Neckarsteinach in den Jahren 1955-1957 freigelegt. Dabei handelt es sich um alte Wandmalereien aus drei verschiedenen Stilepochen, die zum Teil übermalt wurden.
Die älteste stammt aus der Entstehungszeit der Kirche und stellt das jüngste Gericht dar.
Die zweite Malerei stammt aus dem 14. Jahrhundert, dargestellt sind die 12 Apostel. Aus der gleichen Epoche stammt das Bild auf dem Maria mit Jesus abgebildet ist, sowie die Waisen aus dem Morgenland, die das Kind anbeten.
Die Deckenmalerei ist ein Sternenhimmel mit den Symbolen der vier Evangelisten: Matthäus-Engel, Markus-Löwe, Lukas-Stier, Johannes-Adler
Der Zugang in die Kirche Schollbrunn ist über den Seitenweg (Martin-Luther-Straße) barrierefrei.

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Waldbrunn









