Gemeindeversammlung am 27.10. mit wichtigen Informationen

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit...

Nach dem Gottesdienst zum Gedenken an die Reformation und an Luthers Wirken konnte Florian Steck als Vorsitzender der Gemeindeversammlung in der gut besuchten Weisbacher Kirche die Anwesenden begrüßen und einen Überblick über die Themenauswahl des Abends geben.
 
Zunächst erläuterte die bei uns als Vakanz-Vertretung eingesetzte Pfarrerin Esther Fauß die Bedeutung des nun installierten Kooperationsraumes, der von Mudau und Fahrenbach über Waldbrunn bis ins mittlere Neckartal reicht. 
 
Gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Nutzung von Synergien sind die Grundlagen der Kooperation. Im Hinblick auf die prognostizierte Einsparung von 30% auf allen Ebenen ist die Zusammenarbeit in der Region ohne Alternative. Erste Schritte sind hier schon wirksam: Der Verwaltungsbereich  (Pfarramtssekretariate) hat sich bereits mehrfach getroffen und mit der Vernetzung über das gemeinsame MS TEAMS kurze digitale Wege der Kommunikation gefunden. Auch Konfirmanden- und Jugendarbeit konnten bereits teilweise kooperationsweit durchgeführt werden. So auch in der Erwachsenenarbeit (Frauen-, Männerkreise, Kirchenmusik), wo es ebenfalls bereits gemeinsame Veranstaltungen gab.
 
Dies alles ist nur durch rein informelle Absprachen möglich. Über juristisch wirksame Entscheidungen können nur die Gremien des jeweiligen Kirchengemeinderats befinden. Aus diesem Grund fragte Pfarrerin Fauß die Versammlung, in wie weit denn der Zusammenschluss der Waldbrunner Kirchengemeinden bzw. des Kooperationsraumes zu einer juristisch wirksamen Einheit von ihr getragen werde. Die meisten Anwesenden stimmten per Akklamation zu.
 
Diakonin Sirkka Zimmermann erinnerte an dieser Stelle an das erste Kooperationsraumtreffen im Januar in Neunkirchen und den daraus folgenden zentralen Gottesdienst in Strümpfelbrunn, die die unbedingte Bereitschaft zur Zusammenarbeit unterstrichen.
Es ist vorgesehen, dass sich der Bezirkskirchenrat im Oktober 2025 über die Fortschritte der Zusammenarbeit im Kooperationsraum näher informiert.
 
Zur vakanten Pfarrstelle berichtete Florian Steck, dass es landeskirchenweit 40 vakante Stellen gibt, deren Besetzung durch die Dringlichkeit auch in Bezug auf die Länge der Vakanz besetzt werden sollen. Dies lässt vermuten, dass kurzfristig keine Lösung zu erwarten ist, sollte nicht eine Bewerbung auf die Stelle erfolgen.
 
Zum Status der Pfarrhäuser erklärt Andreas Steck, dass diese aus dem System der Ampel-Bewertung
ausgenommen sind. Das Pfarrhaus in Schollbrunn ist ohnedies durch die Stiftung der Pflege Schönau abgedeckt; hier wird der/die zukünftige Pfarrer/in wohnen. Die Pfarr-Wohnungen der Pfarrhäuser in Strümpfelbrunn und in Waldkatzenbach sind z. Zt. vermietet. In den jeweils darunter liegenden Etagen sind in Strümpfelbrunn das Sekretariat und in Waldkatzenbach der Gemeinderaum untergebracht.
 
Mit der Vorstellung verschiedener Gruppen und Kreise zeigte Sirkka Zimmermann einen Überblick über die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinden und dankte im Namen aller für das tatkräftige ehrenamtliche Engagement der Leiter.
 
Andreas Steck erläuterte einmal mehr die Ampel-Bewertung der Waldbrunner kircheneigenen Gebäude. Auf Rückfrage aus der Versammlung stellt er erneut fest, dass kein „rot“ gekennzeichnetes Gebäude zum Verkauf steht. Für diese Gebäude ist lediglich die finanzielle Unterstützung der
Landeskirche bei Investitionen eingestellt. Da aber an den fraglichen Gebäuden mittelfristig keine Investitionen  nötig sind, besteht z. Zt. auch kein Handlungsbedarf. Auch an „grün“ gekennzeichneten
Gebäuden können z. Zt. noch keine Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen, da ein genereller Baustopp vom EOK verfügt wurde. Es ist zu erwarten, dass dieser Baustopp mit Rechtswirksamkeit der Beampelung kurzfristig aufgehoben wird.
 
Aus den Herzen aller hat Andreas Steck gesprochen, als er Pfarrerin Esther Fauß für ihren engagierten Einsatz für die Waldbrunner Gemeinden und den Kooperationsraum mit einem Präsent dankte. Frau Fauß ihrerseits verwies auf die ihr gegebene Unterstützung von Sirkka Zimmermann und dankte auch ihr für die gute Zusammenarbeit.
 
Das gemeinsame Gebet des 23. Psalms und der Zuspruch des göttlichen Segens beendeten die sehr informative Gemeindeversammlung.

Text Rudolf Momper